17.01. 35 Jahre Teen-Beat #345

In einer besseren Welt wäre Mark Robinson ein Star geworden. 1985 veröffentlichte er nicht nur die erste Single seiner Band Unrest, sondern gründete mit TeenBeat eines der wichtigsten und profiliertesten amerikanischen Independent-Labels der letzten Jahrzehnte. An seiner festen Verwurzelung in Washington D.C. zeigt sich, dass Robinson aus der stark um lokale Szenen gruppierten amerikanischen Punk-Tradition stammt, die auch die befreundeten Labels Dischord Records und K Records hervorbrachte, auch wenn seine Musik eher britisch klingt. Sein Ansatz, egal ob bis 1993 bei Unrest, danach bei Air Miami oder später bei seinen Soloveröffentlichungen, ist ebenso universell wie experimentell: Es gelingt ihm spielend von hymnischen Pop-Refrains zu minimal-repetetiven Mustern zu wechseln. Im Januar spielt Robinson nach langer Zeit mal wieder in Köln solo und mit seiner neuen Band Cotton Candy. Außerdem im Gepäck: Ein Dokumentarfilm über den Teen Beat-Exzentriker Butch Willis. In einem Artist Talk spricht er anschließend über seine 35 Jahre als Labelchef und Musiker.

19:00 Uhr – “Amateur on Plastic” (Butch Willis Documentary)
20:15 Uhr – Artist talk w/ Mark Robinson & Jan Lankisch
20:45 Uhr – Mark Robinson (live)
21:15 Uhr – Cotton Candy (live)

Abendkasse: € 12,00